Die einzig wahre Sucht: Das Leben
Die Gesundheit ist das Wertvollste, was wir geschenkt bekommen haben. Und absolut unbezahlbar. Trotzdem kann es passieren, dass man seine Gesundheit aufs Spiel setzt und durch Stress oder Sozialdruck in einen Teufelskreis gerät, aus dem man ohne Hilfe nicht wieder herauskommt. Dabei kann es sich um eigentlich "harmlose" oder "coole" Drogen, aber auch um lebensgefährliche Süchte handeln.
Wie Sie eine Abhängigkeit frühzeitig erkennen und was Sie dagegen tun können, um wieder fit und unabhängig zu werden, erfahren Sie hier.
Der Sanitäter in der Not: Alkohol
Trink’ doch noch einen mit! Einer geht noch? Das Feierabendbierchen auf jeden Fall! Alkohol trinken gehört in Deutschland irgendwie und überall dazu. Damit kann man schnell alle Sorgen vergessen und dem Alltag entfliehen. Cool und selbstbewusst wird man automatisch, allerdings nur bis der Kater sich bemerkbar macht. Aber selbst der verschwindet ja auch wieder. Also ist so ein Rausch gar nicht so schlimm, oder?
Leider doch, denn die Alkoholabhängigkeit kommt schleichend – und geht leider nicht von allein wieder weg. Da führt ein Rausch zum nächsten – und wird schnell zur Gewohnheit, weil Alkohol eine günstigste und gesellschaftlich akzeptierte Droge ist. Neben heiterer Stimmung folgen bei mittlerer Dosis gern auch schon Sprachstörungen und das berühmte "Schwanken", begleitet von kleinen Gedächtnislücken. Steigt der Pegel weiter, warten Aggressivität, Bewusstseinsstörungen oder auch das Koma. Erhöhte Leberwerte, Magengeschwüre, Bluthochdruck sind nur einige der körperlichen Folgen. Physisch können Depressionen und Minderwertigkeitsgefühle auftreten. Dabei müssen – wie bei jeder Droge – die Dosen stetig steigen, um den gewünschten Effekt zu erzielen, weil der Körper sich an den Alkohol gewöhnt. Bekommt er ihn nicht, antwortet er mit Zittern, Schwitzen und anderen Entzugserscheinungen.
Was kann man selbst tun?
Ehrlich zu sich selbst sein! Freunde haben Sie auf Ihren Alkoholkonsum hingewiesen oder Sie denken, Sie können nicht mehr ohne? Dann stellen Sie sich mal diese vier Fragen
- Denken Sie darüber nach, Ihre Trinkmengen zu reduzieren?
- Ärgern Sie sich über Kritik Ihrer Freunde an Ihrem Trinkverhalten?
- Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie trinken?
- Trinken Sie gerne morgens einen Schluck, um in den Tag zu kommen?
Falls Sie zweimal mit "Ja" geantwortet haben, dann sollten Sie den ehrlichen Antworten auch wirkliche Taten folgen lassen. Wenden Sie sich an Ihren Hausarzt oder die BKK vor Ort und vereinbaren einen Termin, um sich über Prävention oder Therapien zu erkundigen. Wir helfen Ihnen gern dabei, senden Sie uns einfach eine E-Mail an service(at)bkkvorort.de.
Weitere Informationen finden Sie auch unter www.psychotipps.com, www.forum-alkoholiker.de , www.bist-du-staerker-als-alkohol.de und www.stern.de.
Rauchen brauchen: Die Droge Nikotin
Der liebe Glimmstengel, der erste war die absolute Qual. Mit Übelkeit, Schwindel, Herzklopfen usw. Und jetzt? Jetzt ist es eine Qual, aufzuhören. Warum eigentlich? Nikotin ist psychoaktiv, d.h. es macht abhängig und süchtig. Einmal körperlich durch die Wirkung des Tabaks, zum anderen seelisch, weil die Zigarette einen "Halt" bietet. Halt in der Pubertät bei all den Ängsten, Spannungen, Enttäuschungen. Oder als Beweis, dass man erwachsen oder "hip" ist. Oder als Ablenkung, wenn sich die Schwierigkeiten und neuen Arbeitsprobleme einfach mal in Luft auflösen sollen. Dabei sind die Gesundheitsgefährdungen selten eindeutiger belegt. Auf jeder Schachtel findet man die Warnhinweise wie "Rauchen ist tödlich". Auch anderen Menschen schadet man durch den Genuss. Und die Liste der Folgen ist lang: die Lunge wird beschädigt, vermehrter Husten, Durchblutungsstörrungen, man riecht und schmeckt weniger intensiv, ist häufiger anfällig für Infekte sowie Krebs etc., um nur einige zu nennen.
Was kann man selbst tun?
Sich seiner Sucht stellen und aufhören. Alle Vorurteile über Bord werfen. Man wird nicht dicker, wenn man aufhört. Treiben Sie Sport, schütten Sie beim Laufen Glückshormone aus! Und belohnen Sie sich, wenn Sie Teilziele, wie den Eine-Zigarette-pro-Tag, erreichen. Wie Sie ganz entspannt Nichtraucher werden, sagen wir Ihnen gerne. Rufen Sie uns kostenlos unter 0800 222 12 11 an oder bestellen Sie unsere Broschüre "Mit dem Rauchen aufhören" per E-Mail unter service(at)bkkvorort.de.
Weitere Informationen über unser Seminar "Fiese Fallen" erhalten Sie hier. Mehr Infos über das Rauchen und das Aufhören erhalten Sie unter: www.rauch-frei.info, www.rauchfrei-info.de, www.bzga.de, www.aktionsbündnis-nichtrauchen.de.
Keine Macht für Niemanden: Andere Drogen
Die Realität ist manchmal hart: Früh aufstehen, alles neu bei der Ausbildung, ganz viel Leistungsdruck von den Eltern, in der Schule, da kann man schon mal nervös werden und sich woanders hinwünschen. Oder ein paar Drogen einwerfen. Cannabis, Ecstasy, Halluzinogene, Kokain, Opiate oder Speed, die Liste der verschiedenen Drogen ist lang. Leider werden einige dieser Drogen auch immer billiger, somit auch leichter konsumierbar, aber dabei nicht weniger strafbar. Und cool ist sowieso keine. Eher das Nein-Sagen wäre ein Zeichen für Unabhängigkeit und Freiheit. Aber das ist leichter gesagt, als getan.
Was kann man selbst tun?
Egal ob nur mal ausprobiert oder schon eher regelmäßig bekifft, druff oder verstrahlt ist: Quit the shit! Auch hier gilt: Je früher, desto besser. Denn für den Trip ins Wunderland geht man hohe psychische und körperliche Risiken ein. Was man über Drogen, ihre Wirkung und sich selbst alles wissen sollte und wen man um Rat fragen kann, finden Sie unter www.drugcom.de.
Aber auch die BKK vor Ort hilft Ihnen gerne weiter. Rufen Sie uns noch heute an unter unserer kostenlosen Servicenummer 0800 222 12 11 oder schreiben Sie uns eine E-Mail an service(at)bkkvorort.de.
Sorgt für neue Denkanstöße: Die Initiative "Bauchgefühl"
Eigentlich sollte man immer auf sein Bauchgefühl hören, das sagt einem, was man braucht – egal, ob es sich um gesunde Ernährung, Liebe, Schlaf oder weniger Stress handelt. Aber häufig handeln wir irrational oder übersehen die Zeichen unseres Körpers. Warum eigentlich? Um cool zu sein? Anerkennung am Arbeitsplatz zu erlangen? Dem Schönheitsideal zu entsprechen, obwohl wir alle wissen, dass jedes Bild in jeder Zeitung bearbeitet ist? Oder weil wir einfach das Essen vor lauter Stress vergessen?
Unsere Initiative "Bauchgefühl" möchte Jugendliche, Schulen und Eltern für das Thema Essstörungen sensibilisieren, denn Essen und gesunde Ernährung sorgen für Energie. Energie, mit der man Sport treiben und alles tun kann, was Spaß macht: Wodurch man Glückshormone ausschüttet und sich gut und stark fühlt. Und mit dem Gefühl kann man eins ganz sicher: Selbstbewusst und gesund durch das Leben gehen.
Deshalb sorgen wir unter www.bkk-bauchgefühl.de mit Informationen für mehr Wissen bei den Betroffenen oder Gefährdeten. Mit Tipps rund um das Thema gesunde Ernährung und Essstörung wollen wir sensibilisieren. Und durch den Austausch auf der Plattform und das Gruppengefühl für einen leichteren Einstieg in eine Beratung oder Behandlung sorgen. Eine kostenlose und anonyme Erstberatung ist schon per E-Mail möglich – jeder entscheidet dabei selbst, inwieweit er sein Bauchgefühl wieder zulässt.
Alles Weitere über die Initiative "Bauchgefühl" finden Sie unter www.bkk-bauchgefühl.de oder unter unserer kostenlosen Servicenummer 0800 222 12 11 oder per E-Mail unter service(at)bkkvorort.de.
Wenn jedes Gramm zählt: Magersucht und Bulimie
"Man, bist du fett geworden." Wahrscheinlich ganze 2 Gramm, aber zum falschen Zeitpunkt kann diese kleine Bemerkung eine ganze Teenagerwelt ins Wanken bringen. Mit einer Diät fängt alles an, Hungerkuren lassen nicht lange auf sich warten und die Aufenthalte im Fitnessstudio werden auch immer länger. Und schon ist man mittendrin in der Essstörung. Alles dreht sich nur noch um eins: essen, essen, essen.
Die bekanntesten Essstörungen sind dabei die Magersucht und die Ess-Brech-Sucht, auch Bulimie genannt. Magersüchtige sind dabei gezwungen, ihr Gewicht immer weiter zu reduzieren – bis hin zur akuten Lebensgefahr. Das erreichen sie durch eine extrem geringe Nahrungszufuhr und exzessive sportliche Aktivitäten. Bei bulimischen Personen kommt es neben der geringen Kalorienzufuhr immer wieder zu unkontrollierten "Fressattacken". Die unerwünschten Kalorienmengen werden dann durch Erbrechen oder die Einnahme von Abführmitteln wieder aus dem Körper verbannt.
Die Ursachen sind vielschichtig, aber die totale Kontrolle über den eigenen Körper bildet in beiden Fällen die Grundlage jeglichen Fühlen und Handels. Das Nicht-Essen verschafft Anerkennung und Macht. Und genau diese einzige Mittel der Anerkennung muss man zur Heilung und in der Therapie loslassen.
Was man selbst tun kann?
So schnell wie möglich eine Therapie beginnen und diese auch wirklich wollen. Denn erst, wenn die Ursachen erkannt und therapeutisch behandelt werden können, besteht die Möglichkeit auf Heilung. Das bedeutet oft den Abschied von der scheinbar heilen Familie und die Erkenntnis, dass man viele Kilogramm vom wahren Leben entfernt ist.
Mehr Infos unter www.anad-pathways.de, www.hungrig-online.de, www.essstoerungen.de.
Überflüssige Pfunde: Fettsucht
Paradox: Je mehr man sich um die Ernährung kümmert, umso dicker wird man. Aber beim Bummel zwischen üppig gefüllten Regalen fällt es schwer, auf die Eigenkontrolle seines Körpers zu vertrauen. Das Angebot verlockt zum Zugreifen und Naschen. Aber zu viele Kilos sind auch ein Gesundheitsrisiko und die Zahl übergewichtiger Menschen steigt immer weiter. Etwa jeder zweite Deutsche bringt ein paar Pfunde zu viel auf die Waage und jeder fünfte ist einfach fett. Und dann werden die überflüssigen Pfunde zu einem echten Problem für die Gesundheit: hohe Cholesterinwerte, Herzkrankheiten, Gelenkverschleiß, um nur einige Folgen zu nennen.
Was kann man selbst tun?
Um das Jo-Jo-Hin-und-Her zu vermeiden, muss man seine Ernährung umstellen – und zwar ein Leben lang. Eine professionelle Diätberatung ist somit der erste Schritt zur Besserung. Und natürlich Bewegung: Stufen statt Aufzug ist ein Anfang. Danach sollte der Kreislauf und die Fettverbrennung mit ausreichend Bewegung in Schwung gebracht werden. Besonders wirksam dabei: Ausdauersport, wie Schwimmen oder Radfahren. Aber auch eine Therapie verschafft mehr Leichtigkeit: Hunger- und Sättigungsgefühl werden neu erlernt, Stress wird abgebaut und Ursachen kommen offen auf den Tisch.
Mehr Infos gibt es unter www.novafeel.de und www.beratung-therapie.de.
Tanz der Gefühle: Die Pubertät
Die Pubertät ist so ähnlich wie eine Party: Jeder weiß, dass sie auf jeden Fall startet, aber die einen kommen früher als geplant, die anderen später - bis alle irgendwann da sind.
Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hat eine neue Aufklärungsreihe gestartet: Dort können Sie sich ausgiebig über die spannendsten Jahre informieren.
www.loveline.de
Verhütung ist ein wichtiges Thema während der Pubertät. Hier finden Sie eine Übersicht über verschiedene Verhütungsmethoden.

